Eichörnchengut und bolkotraurig: Kraniche und Klopfer
Zwischen all den "Klopfern" und den Bergen von "Wie schön das ist" und "O ist das wichtig", hab ich mich anfangs noch nicht so gut zurecht gefunden in der Geschichte von den "Klopfern und den Kranichen".
Zusammen mit Adina und Bolko aber dann doch hinein gewagt in das Chaos.
Ich bin nicht enttäuscht worden.
Zwischen "fuchsguten" Momenten und "bolkotraurigen" Episoden bleibt auch immer ein wenig der bissige Geruch vom "Tigerbächlein" im Hintergrund.
Man freut sich mit Adina, spürt ihre Verzweiflung über die Mutter, deren Versprechen nichts wert sind und die es nicht bemerkt, dass Adina den Wasserhahn poliert, bis er glänzt wie Bugbury Bay und Bananenteich zusammen.
"Kraniche und Klopfer" ist sicher kein leichtes Buch, aber ein wertvolles.
Axel Braun ist es gelungen, die Lebenswelt der kleinen Adina in all ihren Facetten greifbar zu machen.
Schlimm zu wissen, dass es nicht nur einen Geschichte ist, sondern dass es auf der Welt mehrere Adinas und Bolkos gibt, die nur darauf warten, mit den Kranichen von Leichtigkeit und Familie zu träumen.
Donnerstag, Juli 21, 2011 | Labels: Innendrin, Katastrophen, Kinder, Lesen, Tipp, Zweifel | 0 Comments
Moderne Foltermethoden: Der Epilierer.
Unter den vielen Problemen, die man als Frau so im Leben hat, zählt das der Haarentfernung sicher zu einem der nervigsten.
Beliebteste Art, den Haaren den Kampf anzusagen ist sicher der Rasierer. Praktisch und einfach sind die Härchen leider so schnell wieder spürbar, wie sie weg sind.
Nach all den Jahren hatte ich nun doch keine Lust mehr, alle zwei Tage das Prozedere durchzuziehen und mir dabei regelmäßig Schnittwunden zuzufügen, die meinen Freund schon an den Rand der Verzweiflung trieben.
Ob es, wie er mir weiß machen will, dabei ausschließlich an mir liegt ("Rasieren ist eine Kunst!"), lass ich mal lieber unbeantwortet.
Alternativen gibt es eigentlich genügend, sollte man meinen, für mich als Memme erster Güte galt jedoch, dass die Methode andauernde Ergebnisse bringt und dabei nicht zu teuer und schmerzhaft ist.
Wachs fiel da schon mal weg.
Also landete ich beim Epilierer.
Nach mehreren Tagen des eifrigen Suchens hab ich mich - ermutigt durch die vielen Erfahrungsberichte à la "Das ist alles halb so schlimm" - im letzten Moment für den Braun Silk épil Xpressive entschieden.
Eine Entscheidung, die ich bisher auch eigentlich nicht bereue.
Sicher, wir freunden uns gerade erst noch an.
Bisher ist auch noch nicht die Rede von "schmerzfrei" und es gibt Stellen, da wünsch ich mir meinen guten alten Rasierer zurück... aber es geht, ich komm klar.
Ich bin froh, dass ich mich für ein Produkt entschieden habe, dass ich sowohl über wie auch unter Wasser anwenden kann, denn es macht schon einen gewissen Unterschied, ob die Haut durch das Wasser weicher geworden ist und die Poren Zeit hatten, sich zu öffnen.
Immer wieder liest man übrigens von "blauen Flecken", die man durch die Epilation bekommen kann, und immer wieder liest man auch, dass dies ein Ammenmärchen sei und man nichts zu befürchten habe.
Haha, soll ich dazu was sagen?
Ich hab blaue Flecken! Zwar nur so kleine, die durch die Haut gerade so durch schimmern, aber sie sind da! Und es sieht nicht soooo schön aus. Ich hoffe aber, dass sich das mit der Zeit legt, und sollte es nicht:
Braun hat eine 100 Tage-Geld-zurück für das Produkt und die werde ich dann auch in Anspruch nehmen und zu meinem guten, alten Rasierer zurückkehren...
Donnerstag, Juni 09, 2011 | Labels: Aua, Frauensache, Katastrophen, Shoppen, Test | 2 Comments
Ich bin wieder hier...
Nach Monaten (wie peinlich...) auch mal wieder ein Lebenszeichen von mir.
Die letzte Zeit war... schmerzhaft und ausfüllend.
Mittlerweile spür ich aber wieder Boden unter den Füßen und ich bin froh, dass mich erneut die Lust am Schreiben gepackt hat, so dass ich hier wieder mehr von mir hören lassen will.
Auch aus der Vergangenheit werd ich berichten; von neuzeitlichen Foltermethoden, Bücher und Musik, die mir das Leben versüßt haben.
Man darf gespannt sein...
Donnerstag, Juni 09, 2011 | Labels: Anfang, Danke, Innendrin, Katastrophen, Lesen, Musik, Vergangenheit | 0 Comments
Lieblinge des Monats: Beim Leben meiner Schwester // Eat, Pray, Love
Am Mittwoch bin ich schnell in die hiesige Bücherei gerauscht, die bei doch sehr begrenzter Auswahl einige Schmankerl bietet und in der ich immer was nettes finde.
Auf dem "Neu!"-Tisch strahlten mich dieses Mal gleich zwei Schmuckstücke an.
Neben "Beim Leben meiner Schwester", lag "Eat, Pray, Love."
Beide Bücher sind ja vor allem durch die Kinofilme immer wieder in den Medien erwähnt worden.
Außerdem liegt mir seit Ewigkeiten eine liebe Freundin im Ohr, die restlos begeistert von den Jodi Picoult-Büchern ist.
So fiel meine Wahl, welches Buch ich denn nun als erstes lesen sollte, auf das Picoultsche.
Bild von amazon
Schwieriger Stoff, dachte ich mir.
Das Thema ist ja jetzt eigentlich nichts, um es mal so nebenbei durch zu lesen.
Ich hatte trockene Exkurs ein juristischem Fahrwasser erwartet. Gepaart mit zu Tränen rührenden Krankheits-Szenen.
Ich hab das auch bekommen. Aber alles ganz anders als erwartet.
Man kann ebenso wenig sagen, dass diese Themen seicht abgehandelt werden, wie man behaupten kann, dass sie einem mit dem Vorschlaghammer präsentiert werden.
Durch die verschiedenen Sichtweisen beinah aller wichtigen Personen werden Probleme, moralische Sichtweisen über den Wert des Lebens und die Frage, wieweit man dem lieben Gott ins Handswerk pfuschen darf, beinahe zärtlich beleuchtet.
Ein wertvolles Buch, bei dem man eigentlich verzichten sollte zu meckern.
Aber dennoch hätt ich mir ein paar Sachen anders gewünscht.
Kate is mir irgendwie unsympathisch im Gedächtnis. Vielleicht, weil so wenig aus ihrer Sicht berichtet wird, vielleicht, weil sie einem irgendwie als Gegenspielerin von Anna erscheint; ich weiß es nicht sicher.
Außerdem hätt' ich gern mehr von Jesse erfahren, der gute Anlagen in dem Buch hat, aber doch zu wenig beachtet wird.
Seine Geschichte endet im nirgendwo.
Dagegen hätte man wegen mir die Story von Anwalt und Verfahrenspflegerin abkürzen können.
Sind aber alles Kleinigkeiten und sollte niemanden davon abhalten, das Buch in die Hand zu nehmen.
Bild von amazon
"Eat, Pray, Love" ist grade auch in aller Munde.
Vorab: Ich bin noch nicht durch, aber was ich bisher gelesen habe, gefällt mir sehr gut.
Ich werde mehr davon berichten, wenn ich durch bin.
Trotzdem ist es jetzt schon einer meiner Lieblinge des Monats :)
Montag, Februar 21, 2011 | Labels: Danke, Geschenke, Katastrophen, Lesen, Tipp | 0 Comments
Innehalten
Ich glaube, mein Leben passt mir gerade nicht mehr.
Es ist, als könnte ich gerade tun und machen was ich will und es geht einfach nichts vorwärts.
Was anderen leicht von der Hand geht, was anderen an Glück passiert, lässt mich neidisch und deprimiert zurück, weil ich schon eine ganze Weile keine solche Erfahrung mehr machen durfte.
Ich hab keinen Hang zur Depression, keineswegs.
Wer mich kennt, weiß, dass ich eigentlich das strahlende Gegenteil davon bin, das in allem das positive sehen kann.
Es ist nicht so, dass ich am Abgrund der Verzweiflung stehe, mit mir hadere (na gut, ein wenig) und keinen Ausweg mehr seh.
Ich bin einfach nur müde. Zu müde, um mich andauernd zu rechtfertigen, müde, um mich aufzuraffen und am Ende wieder nichts zu erreichen.
Ich suche eine weitere Konstante in meinem Leben.
Sicherheit, die mich hält, auf die ich mich verlassen kann.
Und oh, für wie dumm ich mich doch in eben diesen Momenten halte.
Tief in mir wurzelt das Wissen, dass ich liebenswert bin. Wie eine stille, mächtige Weide, die sich in unglaublicher Tiefe vom Grundwasser speist.
Mein Grundwasser ist mein Glaube und ich bin mir gewiss (um das ganze mal biblisch auszudrücken), dass ich von der größten Macht des Universums geliebt und getragen werde und er es gut mit mir meint.
Familie, die mir den Rücken stärkt, einen Mann zur Seite, der immer für mich da ist, der auf mich Acht gibt, mich liebt (unfassbarer fast noch für mich als die Tatsache, dass Gott mich liebt) und mit mir durch jedes Tal geht und auf jeden Berg klettert.
Dennoch schleichen sich diese Momente der Niederlage ein, leise, sacht, unerwartet.
Und dann sitz ich vor meinem privaten Scherbenhaufen und weiß gar nicht, was ich machen soll.
Ich bin Meisterin der Verdrängung. Zumindest nach außen.
In mir arbeitet und wühlt die Enttäuschung und ich weine in mich hinein.
Und im CD Player läuft Lifehouse.
"I know that I'll never be alone // You will never let me go // You are my anchor // Hold my hand while I'm sinking in the sand // No one else could understand // You are my anchor"
Daran erinner uns wohl nur die Stürme des Lebens in dieser besonderen Dringlichkeit...
Samstag, Februar 19, 2011 | Labels: Innendrin, Katastrophen, Zitat, Zweifel | 0 Comments
WSR
WSR stand heute unschuldig auf meinem Zahnarzt-Zettel.
Dahinter verbirgt sich eine "Wurzelspitzenresektion" und wenn ich mir anschaue, was genau das für mich und meinen Kiefer heute bedeutet hat, fällt mir nur eins ein:
BÄH! :(
Eigentlich aber, das muss ich zugeben, ist es weniger schlimm als es klingt.
Das Aufschneiden mit dem Skalpell war schmerzlos und verursachte auch keinen Druck.
Komisch ist es erst dann, wenn man merkt, dass der gute Onkel Doktor grade dabei ist deinen Kieferknochen zu öffnen.
Tut aber auch nicht direkt weh, das Wissen um das Geschehen ist schlimmer...
Schlimm empfand ich eigentlich nur den Moment, in der die Zyste ausgeräumt wurde, weil die Wurzelspitze wohl doch noch ein wenig Gefühl hat.
Gegen ne Wurzelbehandlung mit diesen furchtbar fiesen kleinen Sägen ist es aber absolut aushaltbar und dauert auch nicht lange. Ein kurzes Aufzucken, mehr nicht.
Dann wird wieder schön zugenäht und gut is.
So sitzt ich jetzt also hier, mein Kiefer drückt bis hoch zu den Augenknochen und ich hasse für mich jedes Niesen und Gähnen.
Den Mund krieg ich nämlich kaum noch auf, was aber normal ist und wohl nach drei Tagen abklingt.
Montag muss ich wieder hin zum Nachschauen und so in ner Woche wird mir dann die Naht entfernt.
Solange gehören Antibiotika und Schmerzmittel also zu meinem Freundeskreis und ich kann auf meiner Lebensliste auch das abhaken.
Ich brauchs nicht so bald wieder, wegen mir auch gar nimmer, aber so schlimm, wie ich mir das alles vorgestellt hatte (Zahnfleisch aufklappen, Kieferknochen auffräsen...), ist es doch nicht.
Allerdings ist 1h Zahnarzt Stress pur...
Freitag, Februar 18, 2011 | Labels: Aua, Katastrophen, Zahnarzt | 0 Comments
Liebling der Woche: Siedler 7
Zumindest hoff ich, dass das noch mein Liebling werden wird...
Doch alles der Reihe nach.
Ich war gestern mit meinem Freund einkaufen und bin nach langer Zeit der Abstinenz vor dem PC Spiel Regal gelandet.
Meistens hab ich zwei Probleme.
Erstens mag ich ganz, ganz wenige Spiele (bitte kein Geballer, bitte ne gute Grafik, bitte nicht zu viel Strategie, bitte nix mit Autorennen), naja gut, ich mag nur drei Sorten von Spielen... bringen wirs auf den Punkt:
1. Sims
2. Rollenspiele der alten Schule à la Monkey Island
3. Süße, niedliche Zivilisationsspiele.
Und eben von der letzten is mir eins in die Hände gefallen.
Siedler 7.
Quelle
Ich erinner mich noch an die guten alten Zeiten, als nur mein Bruder einen PC hatte und ich mir den Platz davor entweder erbetteln oder erkämpfen musste (inkl. PW knacken :D) und mich dann mit diesen kleinen goldigen Figürchen durch die nachmittägliche Langeweile geschlagen habe.
Gepackt von der Erinnerung und ein klein bisschen wehmütig hab ich also mal auf den Preis geschaut und schon was um die 50 Euro erwartet. Was dann auch Problem 2 wäre. Meistens is mir das Vergnügen einfach zu teuer.
Doch, weit gefehlt. Und darum eingepackt und mitgenommen.
Zwar weiß ich mittlerweile, dass ich dennoch im Vergleich zu amazon 10 Euro zu viel bezahlt habm, aber hey, scheiß drauf.
Schockiert haben mich beim Preisvergleich aber die Bewertungen.
Von um die 700 Rezensionen haben 600 oder so nur einen Stern gegeben.
Weil das Spiel dauernd Internet will.
Kopierschutz lässt grüßen.
Ich werde also erst mal testen und dann berichten.
Denn die Screenshots etc. machen wirklich Lust auf mehr.
Und hey, irgendwie haben wir alle das ja auch zu verschulden.
Raubkopien und so, gell.
EDIT:
Leider muss ich das zurücknehmen. Von wegen "Liebling der Woche"...
Das Spiel läuft. Hat auch nur ca. ne Stunde gedauert, alles zu installieren und Updates runter zu laden.
Es läuft, alles fein. Und das ganze 20min im Schnitt.
Dann geht mein PC einfach aus :(
Das Problem anfangs war zusätzlich, dass das Spiel online die Spielstände synchronisiert. Wenn nun aber der PC einfach abstürzt, dann kommt es halt nicht mehr zur Synchronisation. Hab ich jetzt ausgeschaltet, nun sicherts auf der Festplatte ab und ich muss nach 20min wenigstens nicht mehr von ganz vorne anfangen... *sfz*
Mal sehen, ob ich das noch in den Griff kriege. Bzw. mein Checker-Freund. Schade wärs drum, echt. Das bisherige Gesehene macht echt Lust auf mehr.
EDIT 2:
ICH LIEBE DAS SPIEL! :D
Und wenn man die Lüftung der Grafikkarte mal von einer Staubansammlung befreit, läuft es rund! :)
Sonntag, Januar 23, 2011 | Labels: Katastrophen, Liebling der Woche, Shoppen | 0 Comments
Au Backe!
Gestern wurde mir ein Zahn gezogen. Alles lief wunderbar und problemlos, ich hab kaum Schmerzen und will auch gar nicht jammern.
Ich merke lediglich, was für ein Luxus Essen ist. Bzw. zu essen, was man essen will.
Hab ich mich gestern noch mit Brühe über Wasser gehalten, hatte ich bereits heute Lass ich sonst oft das Frühstück ausfallen, muss ich die nächsten Tage unbedingt morgens etwas essen und trinken, damit ich meine Tabletten brav nehmen kann. Und da beginnt schon das Problem.
Auf meinem "Bitte vermeiden"-Zettel vom Zahnarzt stehen nämlich Dinge wie bsp. Tee, Kaffee und Milchprodukte.
Da ist auch der Kaba raus, den ich so sehr liebe.
Was isst man, wenn man nicht kauen kann und einem Milchprodukte verboten wurden?
Baby-Gläschen mag ich eher weniger, Rind und Karotte etc. kommt eh nicht in Frage und auch bei den Fruchtgläschen hatte ich bisher immer nur welche, die doof geschmeckt haben.
Na, ich werd wohl heute Mittag mal in den Supermarkt gehen und sehen, was sich da findet.
Tipps, anyone?
Samstag, Oktober 30, 2010 | Labels: Aua, Essen, Katastrophen | 0 Comments
Gracias Señor!
Das war der Aufdruck auf den T-Shirts der chilenischen Minenarbeiter am Tage ihrer Rettung.
Alle sind gesund wieder an der Oberfläche und können ihre Familien wieder in die Arme schließen.
Wenn das mal kein Grund ist, dankbar zu sein...
In seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Höhen der Berge sind sein.Psalm 95, 4
Donnerstag, Oktober 14, 2010 | Labels: Danke, Feiern, Katastrophen, Zitat | 0 Comments
Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...
Samstag, September 18, 2010 | Labels: Anfang, Katastrophen, Katzen | 0 Comments
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HerzensWorte
Nur Begeisterung ist wahres Leben... Das Herz muss in Flammen stehen und das Wesen von einem Verlangen beseelt werden, dass es übersteigt und verschlingt.
Sei deiner Begeisterung treu. Und mögest du bei deinem letzten Atemzug sagen können:
Keiner Stunde meines Lebens brauche ich mich zu schämen.
Christian Jacq